StartHub Hessen
18.09.2026

Wie genesis Green Energy-Start-ups aus Hessen unterstützt

Genesis, ein Projekt des House of Energy in Kassel, fördert hessische Start-ups aus dem Energiesektor in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Welche Angebote das genesis-Team macht.

Messestand mit fünf Personen, Informationsmaterial auf Theke und Wand mit Schriftzug 'genesis Green Energy Startup Förderung in Hessen' © House of Energy
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Die Energiewende braucht Innovation – und Innovation braucht starke Start-ups. Doch gerade junge Unternehmen im Green-Energy-Bereich stehen vor besonderen Herausforderungen: komplexe Märkte, lange Entwicklungszyklen und hohe Anforderungen an Skalierung und Regulierung. Genau hier setzt das Projekt genesis an, das vom House of Energy durchgeführt wird und gezielt Start-ups bei ihrer Entwicklung unterstützt.

Das Projekt wird bereits im dritten Jahr durch das hessische Wirtschaftsministerium gefördert und kooperiert beim Coaching mit Science Park Kassel. Umgesetzt wird es durch das House of Energy, zu dessen Aufgaben es gehört, Innovationen im Bereich der regenerativen und nachhaltigen Energieversorgung zu fördern. Für bereits rund 50 Start-ups ist genesis damit zum entscheidenden Katalysator auf dem Weg von der Idee zum marktfähigen Produkt geworden. Mit einem maßgeschneiderten Mix aus Coaching, Netzwerkzugang und Praxisformaten zeigt genesis, wie sich aus innovativen Ideen tragfähige Geschäftsmodelle entwickeln lassen – und welche Vorteile ein strukturiertes Start-up-Ökosystem bieten kann.

Mehr als Förderung: Ein ganzheitlicher Ansatz für Startup-Erfolg

Im Zentrum von genesis steht die Erkenntnis, dass Start-ups unterschiedliche Bedürfnisse je nach Entwicklungsphase haben. Deshalb kombiniert das Programm mehrere Bausteine:

  • Akzelerator-Programme in zwei Entwicklungsstufen: Frühphasige Teams arbeiten an der Validierung ihrer Idee („Proof of Concept“), während fortgeschrittene Start-ups ihren Fokus auf Markteintritt, Vertrieb und Skalierung legen („Market Proof“).
  • Individuelle Coachings und Expertenfeedback: Start-ups profitieren sowohl von Gruppensessions als auch von 1:1-Coachings mit erfahrenen Branchenexpertinnen und -experten. Der Science Park Kassel unterstützt als Partner.
  • Direkter Zugang zur Energiewirtschaft: Über gezielte Formate wie „genesis meets industry“ erhalten Gründerinnen und Gründer Kontakte zu Unternehmen, potenziellen Kunden und Investoren.

Das Ergebnis: eine deutlich schnellere Marktvalidierung, konkrete Vertriebsansätze und belastbare Geschäftsmodelle.

Der entscheidende Vorteil: Zugang zu einem starken Netzwerk

Ein zentrales Hindernis für Start-ups ist fehlende Vernetzung – insbesondere in spezialisierten Branchen wie dem Energiesektor. Studien zeigen, dass genau hier große Defizite bestehen. genesis begegnet diesem Problem mit einem der größten Vorteile des Programms: einem aktiven Netzwerk des House of Energy aus rund 150 energiebezogenen Start-ups sowie etablierten Unternehmen, Wissenschaft und Investoren.

Formate wie:

  • „genesis meets industry“: exklusive Unternehmensbesuche z.B. bei SMA oder dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport
  • „genesis meets science“: Austausch mit Forschungsorganisationen, z. B. bei der Frankfurt University of Applied Sciences
  • Pitch-Events und Netzwerkveranstaltungen

schaffen direkte Berührungspunkte zwischen Innovation und Markt. Start-ups erhalten nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch konkretes Feedback und Zugang zu ersten Kunden.

Praxis statt Theorie: Formate mit unmittelbarem Business Impact

Besonders wirkungsvoll sind die praxisnahen Formate, die gezielt auf den Geschäftsalltag von Startups abzielen:

  • Tandemprogramm mit Mentorinnen und Mentoren: Gründerteams arbeiten eng mit erfahrenen Branchenkennern aus dem Netzwerk des House of Energy zusammen und erhalten strategische sowie persönliche Unterstützung.
  • Workshops und Kurzformate, wie gensis „sparks“: Kompakte Online-Sessions vermitteln aktuelles Know-how zu Themen wie Vertrieb, Networking oder Cybersecurity.
  • Pitch- und Demoformate: Präsentationen vor Fachpublikum liefern unmittelbares Feedback und eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten.

Dieser praxisorientierte Ansatz ermöglicht es Start-ups, neu erlernte Methoden direkt in die Umsetzung zu bringen – ein entscheidender Faktor für schnelles Wachstum.

Erfolgsgeschichten aus der Praxis

Das Start-up smartrplace, das intelligente Raumsteuerung für Gebäude realisiert, hat vom Tandem mit HEAG, einem Teilkonzern des Energieversorgers ENTEGA profitiert. Smartrplace hat sein Produktportfolio sowie sein Geschäftsmodell persönlich bei HEAG vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Im Rahmen des Gesprächs wurde deutlich, dass sie eine Produktsparte künftig nicht weiter aktiv vertreiben sollten, da dies zu Konflikten mit bestehenden Partnern bzw. Multiplikatoren führen könnte. Stattdessen konzentrieren sie sich jetzt auf Produkte und Lösungen, die das bestehendes Portfolio sinnvoll ergänzen und Synergien schaffen. Daher fokussiert das Start-up sich jetzt noch stärker auf seine Kernprodukte sowie auf deren Mehrwert im Zusammenspiel mit ihren Partnern und ihrem Geschäftsmodell.

Dr. Siwanand Misara: „Wir erhielten den Kontakt zu einem Unternehmen aus seiner Unternehmensgruppe, das für uns als Partner bzw. Multiplikator infrage kommt. Dies ermöglichte uns, unser Kernportfolio weiter zu validieren und zusätzliche Marktpotenziale zu erschließen. Aktuell befinden wir uns hierzu in einem laufenden Austausch.“

Kontakt:

Dr. Siwanand Misara, CEO Smartrplace GmbH
Tel.: +49 (0) 561 52 17 27 11, Mobile: +49 (0) 176 240 15614
E-Mail: siwanand.misara@smartrplace.de
https://smartrplace.com

Das Start-up Folivora entwickelt intelligente Effizienzbetriebssysteme und wurde im Rahmen von genesis an die Eisengießerei Fritz Winter vermittelt. Somit wurde für das Start-up ein großer Kunde gewonnen und Folivora entwickelt jetzt ein Decision Support System für den Produktionsstandort Stadtallendorf. Im Fokus stehen die Analyse und Optimierung der Produktions-, Logistik- und Energieversorgungsprozesse. Besonderes Augenmerk liegt auf energieintensiven Prozessen wie den Tiegelöfen und deren flexibler Betriebsführung.

Ziel ist es, eine belastbare Daten- und Modellbasis für automatisiert optimierte Betriebsentscheidungen zu schaffen. Damit sollen Effizienz, Energieeinsatz und Gesamtbetrieb des Standorts nachhaltig verbessert werden.

Kontakt:

Dr.-Ing. Georg Avemarie, Geschäftsführer Folivora Solutions GmbH
Tel.: +49 (0)157 86007 325
E-Mail: avemarie@folivorasolutions.com
https://folivorasolutions.com

Das Start-up hat seine Vertriebswege optimiert, den Bekanntheitsgrad erhöht und sein Netzwerk ausgebaut. Mit genesis hat Voodin Blade beim IMPACT Festival gepitcht und darüber hinaus einen Investor kennengelernt. Voodin Blade Technology GmbH entwickelt und produziert große Rotorblätter für Windenergieanlagen aus Holz – speziell aus Furnierschichtholz (Laminated Veneer Lumber, LVL), mit jeder Windkraftanlage weltweit kompatibel sind. Ziel ist es, die Windindustrie nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Konventionelle Rotorblätter aus Verbundmaterialien sind schwer recycelbar und stellen die Branche vor wachsende Entsorgungsprobleme. Voodin Blade Technology bietet eine innovative Lösung, die Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und CO₂-Bilanz erheblich verbessert.

Tom Siekmann: „Besonders die Kombination aus individuellem Coaching und Austausch mit anderen Startups hat uns geholfen, unsere Vertriebsstrategie deutlich zu schärfen.“

Kontakt:

Tom Siekmann, Geschäftsführer Voodin Blade Technology GmbH
Tel.: +49 (0)6454 79920
E-Mail: tom@voodin-blades.com
https://voodin-blades.com

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