Zahl der Start-up-Neugründungen in Hessen steigt um 29 Prozent
In Hessen wurden im Jahr 2025 deutlich mehr Start-ups gegründet als ein Jahr zuvor. 247 neue Start-ups wurden im vergangenen Jahr landesweit registriert. Das geht aus einer Analyse des Startup Verbands hervor.
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Die Zahl der Start-up-Neugründungen in Hessen ist im vergangenen Jahr um 29 Prozent gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Bundesverbands Deutsche Startups (Startup Verband) hervor, der gemeinsam mit dem Datenanbieter Startupdetector die bundesweiten Start-up-Gründungszahlen erfasst hat. Insgesamt 247 Start-ups wurden in Hessen im Jahr 2025 neu registriert. Im Vorjahr hatte die Zahl der Neugründungen im Land bei 191 gelegen.
Hessen verbessert sich im Bundesländer-Ranking auf Rang 4
Die hohe Dynamik im hessischen Start-up-Gründungsgeschehen zeigt sich auch mit Blick auf die Start-up-Neugründungen pro Kopf. Pro 100.000 Einwohner entstanden in Hessen im vergangenen Jahr 3,9 Start-ups. Damit belegt Hessen im bundesweiten Ländervergleich Rang 4 – nach Berlin, Hamburg und Bayern. Damit verbessert sich Hessen um zwei Plätze: 2024 waren in Hessen 3,0 Start-ups pro 100.000 Einwohner neu gegründet worden.
Bundesweit entstanden 2025 insgesamt 3.568 neue Start-ups
Auch bundesweit hat das Start-up-Gründungsgeschehen im vergangenen Jahr an Fahrt aufgenommen. Für ganz Deutschland berichtet der Startup Verband für 2025 von 3.568 Start-up-Neugründungen – ein Rekordwert und ebenfalls ein Zuwachs um 29 Prozent. Starke prozentuale Zuwächse bei Neugrüngen vermelden auch das Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt – wenn auch in absoluten Zahlen auf einem niedrigeren Niveau. Die zahlenmäßig meisten Start-up-Neugründungen gab es bundesweit in Bayern (785), Nordrhein-Westfalen (658) und Berlin (619). In Norddeutschland fielen die Zuwächse derweil tendenziell niedriger aus. In Bremen und Schleswig-Holstein wurden sogar etwas weniger Start-up-Neugründungen erfasst als ein Jahr zuvor.
Die meisten neuen Start-ups in Hessen wurden erneut in Frankfurt gegründet
In Hessen wiederum entstanden die meisten der 247 neu gegründeten Start-ups in Frankfurt. Dort wurden laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks 80 neue Start-ups gegründet. Eine wichtige Rolle spielt laut Startup Verband außerdem weiterhin Darmstadt als forschungsnaher Standort. Pro 100.000 Einwohner entstanden hier 12 neue Start-ups (2024: 9,1). Im bundesweiten Ranking der Start-up-Städte ab 150.000 Einwohner belegt Darmstadt damit Rang 7.
Zahl der Start-up-Insolvenzen sinkt
Während die Zahl der Start-up-Neugründungen steigt, ist die Zahl der Start-up-Insolvenzen im Jahr 2025 bundesweit um 11 Prozent gesunken. 306 Start-ups meldeten vergangenes Jahr in Deutschland Insolvenz an – 2024 waren es 344. Beim Blick auf die Branchen, in denen neue Start-ups entstanden sind, ist bundesweit weiterhin der Software-Sektor von enormer Bedeutung: 853 Start-ups entstanden deutschlandweit in diesem Bereich. Zu weiteren wichtigen Start-up-Branchen zählen außerdem Medizin (428 Neugründungen; Zuwachs von 46 Prozent), Food (295; +80 Prozent) und E-Commerce (184; +14 Prozent).
Künstliche Intelligenz wird für Start-ups immer wichtiger
Gleichzeitig zeigt sich, dass das Thema Künstliche Intelligenz branchenübergreifend immer wichtiger wird. Der Anteil von Start-ups mit KI-Bezug stieg 2025 bundesweit auf 27 Prozent (2024: 18 Prozent). Besonders hoch ist der Anteil von KI-Start-ups in den Branchen Werbung, LegalTech und Software.
Der vollständige Report „Next Generation: Startup-Neugründungen in Deutschland Januar – Dezember 2025“ des Startup Verbands kann hier abgerufen werden.
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