Datenerfassung zum Zustand von Flächen
90green solutions liefert Daten über den Zustand von Flächen, um etwa Hitzeinseln zu erkennen oder den Feuchtezustand von Feldern zu messen. So werden komplexe Umwelt- und Klimazusammenhänge sichtbar.

Hitzeinseln und versiegelte Flächen in Städten aufdecken, den Feuchtezustand von Feldern messen oder grundlegende Daten für Klimaschutzkonzepte ermitteln: 90green solutions macht komplexe Umwelt- und Klimazusammenhänge sichtbar, um Kommunen, landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen datenbasierte Analysen für die effiziente Umsetzung individueller Klimaziele zu ermöglichen. Dazu führt das Start-up aus Frankfurt präzise Sensormessungen, hochauflösende Satellitenbilder und umfassende Wetterinformationen mithilfe von intelligenten Algorithmen zusammen. Dank einer Kooperation mit der ESA in Darmstadt kann 90green solutions zudem auf exklusive Erdbeobachtungsdaten aus dem Weltraum zugreifen.
Wie entstand 90green solutions?
Diese erfolgreiche Geschäftsidee entwickelte Gründer Christoph Tippmann dank des push!-Stipendiums fließend aus seinem ursprünglichen Ansatz, der noch einen etwas anderen Schwerpunkt hatte. „Angefangen habe ich mit vertikalen Fassadenbegrünungen. Bereits bei diesen Leichtbauelementen ging es mir darum, Umweltschutz durch den Einsatz von Sensorik und Digitalisierung zu optimieren: Meine ursprünglichen Anlagen haben Daten wie Temperatur und Feinstaub gemessen, um meinen Kunden einen größeren Impact zu bieten – und das hat auch sehr gut funktioniert“, erzählt Christoph. Doch mit dem ersten Erfolg kam auch das erste Learning: Schnell wuchsen die Lieferketten für die Bauelemente enorm an und überforderten das junge Start-up. Die eigentlich gute Idee entpuppte sich für seinen Gründer als nicht skalierbar.
© 90green solutions GmbH
„Dank der inhaltlichen Flexibilität des Stipendiums konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und mein Geschäftsmodell ausprobieren, um es dann mit einer Neuausrichtung auf die Erfolgsspur zu führen.“
Wie hat euch push! geholfen?
„Also musste ich mich auf das fokussieren, was ich selbst am besten leisten kann, ohne von Zulieferern abhängig zu sein. Dabei hat mir push! sehr geholfen: Dank der inhaltlichen Flexibilität des Stipendiums konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und mein Geschäftsmodell ausprobieren, um es dann mit einer Neuausrichtung auf die Erfolgsspur zu führen“, sagt Christoph. Nach dem inhaltlichen Wechsel auf die Datenauswertung wuchs das Team von 90green solutions auf zwischenzeitlich fünf Personen. „Die erste Mitarbeiterin konnte ich nur dank des push!-Stipendiums fest einstellen“, betont Christoph. Seine Erfahrungen gibt er inzwischen an andere Start-ups weiter, indem er sie als Mentor unterstützt. „Hessen bietet eine ideale Umgebung fürs Gründen, weil es hier viele Kontakte und Möglichkeiten gibt. Mein Zentrum ist zwar Frankfurt, aber ich bin auch regelmäßig in Wiesbaden, Darmstadt oder Kassel unterwegs – überall gibt es Events und Netzwerke, die ich für den weiteren Ausbau meines Start-ups nutzen kann.“
