Kreative Keramik aus dem selbstentwickelten 3D-Drucker
Additivum vermarktet B2C-Produkte aus Ton, die dank des speziellen Verfahrens einzigartige Formen und Oberflächen haben.

Kreative Keramik aus dem selbstentwickelten 3D-Drucker: Additivum vermarktet B2C-Produkte aus Ton, die dank des speziellen Verfahrens einzigartige Formen und Oberflächen haben. Dabei kommt die 3D-Technik ganz ohne teure Gießformen aus. Das Start-up aus Darmstadt setzt bislang auf nachhaltige und natürlich verwitternde Urnen für Menschen und Tiere sowie auf Geschirr – die Tonerde kommt aus dem Westerwald, die Produktion und die Nachbearbeitung per Hand erfolgen in Südhessen. Das Verfahren bietet aber auch eine enorme Vielfalt an Designs, Größen, Liefermengen und Qualität für potenzielle weitere Produkte und Kunden.
Wie entstand Additivum?
Die beiden Gründer Tobias Iser und Helge Wiemann kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Logistikbereich eines großen Medizintechnikers und haben sich das Fachwissen für ihr Start-up selbst beigebracht – voller Begeisterung für die kreativen Möglichkeiten ihrer Idee. „Ich war damals gerade mit meiner Familie in die Schweiz gezogen und habe nebenbei im Keller unseren ersten Prototyp entwickelt: Einen speziellen 3D-Drucker, den ich wiederum selbst mit dieser innovativen Technik konstruiert habe. Uns war schnell klar, dass wir damit eine Marktlücke schließen konnten, denn eine solche Anwendung für Produkte aus Ton gab es schlicht noch nicht“, erzählt Helge. Ihre erste Serie produzierten die Gründer dann in Darmstadt, wo sie engen Anschluss an das Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren der TU fanden. „Das war unser Gamechanger, denn hier hatten wir endlich das optimale Umfeld: Wir konnten direkt einen wichtigen Mitarbeiter anwerben und uns an Forschungsprojekten der Uni beteiligen“, sagt Helge.
© Additivum GmbH
„Außerdem hatten wir Zugang zu tollen Förderprogrammen. Diese Angebote sind zwar manchmal etwas komplex und können einen am Anfang abschrecken, aber Gründer sollten diese Hilfen unbedingt nutzen. Uns hat dabei das StartHub Hessen super unterstützt.“
Wie hat euch push! geholfen?
Durch push! konnte Additivum entscheidend wachsen. Das Förderprogramm ermöglichte den Kauf einer Spezialpresse und die Entwicklung eines Großraumdruckers, wodurch das Start-up Qualität und Produktionsmenge steigerte. Durch Investitionen ins Marketing wurde die Marke zudem bekannter. „Dank push! haben wir unseren Umsatz verdoppelt und sind profitabel geworden. Das war nur möglich, weil die Beantragung und die Umsetzung sehr unbürokratisch gestaltet waren, so dass wir das neben unserem eigentlichen Geschäft stemmen konnten. Unsere Ansprechpartner beim StartHub Hessen waren unkompliziert zu erreichen und eine wirkliche Hilfe“, betont Tobias. „Zusammen mit der lebendigen Start-up-Szene in Hessen ist Darmstadt deshalb für uns der perfekte Standort, um unser Geschäft langfristig zu steigern und noch viele kreative Ideen umzusetzen.“
