Pflanzliche Proteinalternative aus Biertreber
Brew Bites entwickelt innovative, ressourcenschonende Produkte aus Rückständen des Brauprozesses. Dieser verfügt über hohen Nährstoffgehalt - wurde bislang jedoch meist als Tierfutter verwendet.

Eine pflanzliche Proteinalternative, die Ressourcen schont und für professionelle Küchen optimiert ist: Brew Bites, ehemals UpCircld Kitchen, vermarktet innovative B2B-Produkte aus Biertreber. Diese festen Rückstände fallen in Brauereien als Nebenprodukt an und wurden trotz ihres hohen Nährstoffgehalts bislang meist als Tierfutter verwendet – unter der Marke Brew Bites macht das Start-up aus Frankfurt sie jetzt als hochwertige pflanzliche Nahrung für Menschen nutzbar. Kombiniert mit Kürbiskernmehl und Erbsenprotein entsteht so eine nachhaltige und geschmacklich überzeugende Proteineinlage ohne Zusatzstoffe oder Soja, die gegenüber Fleisch viel CO2 und Wasser spart. Dabei liegt der Fokus von Brew Bites auf der einfachen Anwendung in Großküchen von Kliniken, Mensen oder Caterings: Rezepte und Prozesse bleiben gleich, die Kalkulation wird hingegen einfacher.
Wie entstand Brew Bites?
Elvira Bechtold und Monika Černiauskaitė entwickelten ihre Gründungsidee während ihres Studiums im Bereich Getränketechnologie an der Uni Gießen. „Wir wollten eine wichtige Lücke schließen, um respektvoller mit Ressourcen umzugehen. Biertreber war dafür die perfekte Wahl: Seit Jahrhunderten wird er nicht angemessen genutzt, obwohl er eigentlich ein großes Potenzial hat – das wollten wir besser machen“, erzählt Monika. Gemeinsam gründeten sie Brew Bites und kreierten mit dem studierten Wirtschaftsingenieur Wojtek Konieczny ihre erste Produktkategorie, die Brew Bites Chunks.
© Brew Bites GmbH
„Mit unseren Brew Bites Chunks sind wir schnell an den Markt gegangen, um unsere Entwicklungszeit abzukürzen und direktes Feedback von Kunden einzuholen. Das hat gut funktioniert, war aber auch eine harte und sehr geballte Zeit – das sollten Gründer also vorher gut bedenken“
Wie hat euch push! geholfen?
Durch push! konnte das junge Start-up seine Entwicklung beschleunigen: Mit der Hackfleisch-Alternative Brew Hack wuchs das Portfolio um eine zweite Produktlinie, die einen noch größeren Biertreber-Anteil ermöglicht. Darauf aufbauend ist bereits eine dritte Variante im Werden, während Brew Bites parallel Investments einsammeln und sich auf dem Markt etablieren konnte. Mit mehreren hessischen Studierendenwerken – darunter an ihrer Alma Mater in Gießen – fanden Elvira, Monika und Wojtek zudem wichtige und dem Thema gegenüber aufgeschlossene Kunden. „Das push!-Programm war sehr klar und verständlich aufgebaut, was uns sehr geholfen hat: Wir konnten die Formalien gut neben unserer eigentlichen Produktentwicklung stemmen und uns weiter auf unser Geschäft konzentrieren“, lobt Monika. Dank ihrer vielen Netzwerke vor Ort und der zentralen Lage innerhalb Deutschlands bildet Frankfurt für das Gründer-Trio zudem die perfekte Basis: „Von hier aus setzen wir unseren Wachstumskurs fort, um noch mehr nachhaltige Innovationen auf den Lebensmittelmarkt zu bringen.“