Schnellere und effizientere Programmcodes für rechenintensive Software
Daisytuner bietet hochspezialisierte Entwicklerwerkzeuge für professionelle Programmierer und Infrastrukturdienstleister wie Data Center. Die Lösung hilft, verwendeten Code zu optimieren.

Deutlich schnellere und effizientere Programmcodes für rechenintensive Software: Daisytuner aus Darmstadt bietet eine automatisierte Optimierungsplattform und hochspezialisierte Entwicklerwerkzeuge für professionelle Programmierer und Infrastrukturdienstleister wie zum Beispiel Data Center. Die Software ist kompatibel mit gängigen Frameworks und kompiliert den Ausgangscode in optimierten nativen Code. Der große Vorteil: Sie kann auf CPUs, GPUs und KI-Prozessoren ausgeführt werden, ohne eine einzige Zeile Code neu schreiben zu müssen. Zudem sind keine Anpassungen an einzelne Hersteller notwendig. An der Art und Weise, wie die Kunden des Start-ups ihre Software entwickeln, ändert sich also nichts – während sie gleichzeitig signifikant schneller wird und weniger Energie benötigt.
Wie entstand Daisytuner?
Gründer Lukas Trümper war Doktorand an der ETH Zürich und forschte lange im Bereich KI-gestützter Compiler, während sein späterer Mitgründer Adrian Schmitz an der RWTH Aachen arbeitete. „Unsere dortigen Stellen haben wir aufgegeben, um den Schritt zum eigenen Start-up zu wagen und in Wetzlar Daisytuner zu gründen: Wir haben einfach gemerkt, dass der Bedarf an unserem selbstlernenden und automatisierten KI-Ansatz enorm groß ist und es kaum Wettbewerber gibt. Inzwischen sind wir innerhalb Hessens nach Darmstadt umgezogen, um noch weiter zu wachsen“, erklärt Lukas.
© Daisytuner GmbH
„Gründen ist wie eine Fahrt auf der Achterbahn, darauf muss man sich vorher einstellen. Und für einen erfolgreichen Marktzugang braucht man die passenden Kontakte – weshalb für uns Netzwerke in der Branche sehr wichtig waren.“
Wie hat euch push! geholfen?
Mit Unterstützung des push!-Stipendiums konnten Lukas und Adrian ihren ersten leistungsstarken GPU-Server kaufen und ihre Entwicklung dadurch deutlich professionalisieren – zuvor mussten sie alle Tests auf selbstgebastelten Computern laufen lassen. „Das hat sich schnell ausgezahlt: Wir konnten in der Folge 1,1 Millionen Euro von Investoren einsammeln, darunter sogar von Fußball-Weltmeister Mario Götze. Außerdem haben wir sechs Mitarbeiter eingestellt und wollen in den nächsten Monaten auf bis zu 20 Personen anwachsen“, sagt Lukas. Darmstadt als neuer Standort biete mit der TU dafür nicht nur den optimalen Talentpool, sondern sei wiederum selbst ein hochattraktives Umfeld für Topleute. „Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter ziehen bereitwillig aus ganz Deutschland oder sogar international hierher – das ist für Gründer ein wichtiges Kriterium, um ein geeignetes Team aufbauen zu können. Zusammen mit den effizienten und schnellen Förderprogrammen wie push! haben wir hier in Südhessen also ein kleines, aber exzellentes Ökosystem für Start-ups.“