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Frontier Fuels

Biotreibstoffe für die Schifffahrt in Deutschland

Frontier Fuels liefert Reststoffe und Abfallprodukte aus der biochemischen Industrie an Reedereien, um sie als grünen Antrieb für Schiffe nutzbar zu machen.

Logo mit grünem Pflanzensymbol über einem stilisierten Behälter und dem Schriftzug 'Frontier Fuels'
Kategorie
Energie
Logistik & Mobilität
Umwelttechnologie & Ressourceneffizienz
Standort
Dieburg
Gründungsjahr
2023
Stand vom 02.04.2026

Vom südhessischen Start-up zu einem der größten Lieferanten von Biotreibstoff für die Schifffahrt in Deutschland: Frontier Fuels aus Dieburg liefert Reststoffe und Abfallprodukte aus der biochemischen Industrie an Reedereien, um sie als grünen Antrieb für Schiffe nutzbar zu machen. Dank smarter KI-Unterstützung können dabei Stoffe effizient aufgespürt werden, die für ihre Nutzung nicht mehr weiterverarbeitet werden müssen – das spart Kosten und verbessert die CO2-Bilanz noch einmal erheblich. Das Potenzial ist dabei riesig: Weltweit verursacht die Schifffahrt mehr Kohlendioxid als Deutschland insgesamt, gleichzeitig werden über 80 Prozent aller weltweiten Güter per Schiff transportiert. Frontier Fuels kann diesen enormen Markt bespielen – und macht deshalb drei Jahre nach Gründung bereits mehrere Millionen Euro Umsatz.

Wie entstand Frontier Fuels?

Die beiden Co-Gründer Luc Siebinga und Johann Maack setzen dabei auf Arbeitsteilung. Luc entwickelte die Idee nach seiner Tätigkeit bei einem Treibstofflieferanten: „Damals habe ich das ungenutzte Potenzial der Reststoffe in meiner täglichen Arbeit selbst erlebt. Weil die anfallenden Mengen oft nur gering waren, war ihre Nutzung unattraktiv. Um dieses Problem zu lösen, mussten wir die einzelnen potenziellen Angebote clever kombinieren“, erklärt Luc. An diesem Punkt übernahm Johann, der mit seinem VWL- und Data-Science-Hintergrund die datengetriebene Produktsuche aus tausenden möglichen Rohstoffen entwickelte.

Mann mit gewelltem Haar trägt weißes Hemd und dunklen Anzug vor neutralem Hintergrund © Frontier Fuels GmbH
Johann Maack
Mitgründer Frontier Fuels GmbH

„Sowohl in unserer Branche als auch generell beim Gründen ändern sich die Prozesse immer wieder. Wir mussten deshalb lernen, agil zu bleiben und nicht zu starr auf unsere Pläne ausgerichtet zu sein. Außerdem sind intensive Kontakte zu allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette enorm wichtig.“

Wie hat euch push! geholfen?

push! half Frontier Fuels in einem frühen Stadium, was die beiden Gründer als großen Vorteil des Stipendiums ansehen: Dank der Förderung konnten sie wichtige Labortests durchführen und durch Pilotprojekte die Marktreife ihres ersten Produkts erreichen. In der Folge skalierten sie ihr Angebot äußerst erfolgreich und peilten die deutsche Marktführerschaft an. „Das hätten wir ohne push! nicht geschafft, denn die unkomplizierte Bewerbung und die frühe Förderung haben uns damals den entscheidenden Anschub gegeben“, freut sich Johann. Später gab es weitere hessische Unterstützung unter anderem durch die WIBank. „Hessen ist für Start-ups die Topadresse in Deutschland: Wir fühlen uns hier optimal unterstützt und vor allem auch mit unseren innovativen Ansätzen verstanden – das schafft Vertrauen und ermöglicht es uns, nachhaltig erfolgreich zu sein.“

Frontier Fuels GmbH Gründerteam 2.4.2026

Kontakt zu Frontier Fuels GmbH

Johann Maack, Luc Siebinga

Gründer