Innovative Prozessüberwachung und Predictive Maintenance im Maschinenbau
HCP Sense entwickelt eine neuartige Messtechnik zur Schmierungsüberwachung von industriellen Wälzlagern. So werden Schäden an Maschinen frühzeitig erkannt.

Eine neuartige Messtechnik zur Schmierungsüberwachung von industriellen Wälzlagern: HCP Sense optimiert durch eine patentierte Kombination aus Sensoren, Edge Computing und KI sowohl die Prozessüberwachung als auch die Predictive Maintenance im Maschinenbau. Durch den innovativen Ansatz werden teure Schäden frühzeitig verhindert, die Effizienz gesteigert und die Wartung besser planbar. Die Ausgründung aus der TU Darmstadt nutzt dafür eine selbstentwickelte Sensortechnologie und eine Analyse der elektrischen Impedanz, wodurch bestehende Lager als Sensor genutzt werden können. An bereits vorhandenen Konstruktionen sind somit nur kleine konstruktive Änderungen nötig, was Kosten und Bauraum spart und den Einsatz dank „Plug and Play“-Prinzip deutlich erleichtert.
Wie entstand HCP Sense?
Georg Martin und Tobias Schirra entwickelten ihre Idee während ihrer Promotionen an der TU Darmstadt. Ohne allzu große Erwartungen präsentierten sie ihren Ansatz auf der Hannover Messe – wo sie nicht nur viel positives Feedback aus der Branche erhielten, sondern direkt erste Kunden gewannen. Gemeinsam mit Ansgar Thilmann, den sie ebenfalls aus dem Maschinenbaustudium an der TU Darmstadt kannten, gründeten sie daraufhin HCP Sense. „Diese Anfangszeit hat uns viele Lessons Learned mitgegeben: Als Start-up sollte man nicht warten, bis das eigene Produkt „perfekt“ ausgereift ist, bevor man an den Markt geht. Man muss es stattdessen gemeinsam mit seinen Kunden ausprobieren – nur so erhält man wertvolles Feedback aus der Praxis und kann immer besser werden“, betont Ansgar.
© HCP Sense GmbH
„Die Anfangszeit hat uns viele Lessons Learned mitgegeben: Als Start-up sollte man nicht warten, bis das eigene Produkt „perfekt“ ausgereift ist, bevor man an den Markt geht. Man muss es stattdessen gemeinsam mit seinen Kunden ausprobieren – nur so erhält man wertvolles Feedback aus der Praxis und kann immer besser werden.“
Wie hat euch push! geholfen?
Dank push! konnten die drei Gründer ein wichtiges Feature ihres Sensors entwickeln, das seitdem fest im Endprodukt integriert ist und dem Start-up neue Branchen erschließt. „Wir erkennen dadurch jetzt auch Verschmutzungen im System, was vor allem bei der Verarbeitung von Rohstoffen relevant ist, also zum Beispiel in der Zementindustrie. Push! hat es uns also ermöglicht, uns breiter und stabiler aufzustellen“, erklärt Ansgar. „Das war für uns besonders wichtig, weil es im Maschinenbau oft einige Zeit dauert, bis neue Entwicklungen erprobt und etabliert sind. Da braucht man als Start-up einen langen Atem.“ Durch sein stetes Wachstum konnte HCP Sense schließlich eine Investitionsrunde abschließen und auf nunmehr 17 Mitarbeiter anwachsen. „Die meisten haben zuvor an der TU Darmstadt studiert, wir haben hier also einen optimalen Pool an bestens ausgebildeten Experten zur Verfügung. Zusammen mit der zentralen Lage ist Südhessen deshalb für uns der perfekte Standort“, sagt Ansgar. „Die Unterstützung durch das StartHub Hessen und die push!-Förderung haben uns zusätzlich überzeugt, hier langfristig zu investieren.“