Ultraleichte Bauteile der nächsten Generation für die Luft- und Raumfahrt
METALONN entwickelt hochspezialisierte Hochfrequenz-Wellenleiterkomponenten, die beispielsweise in Satelliten und Drohnen genutzt werden. Das innovative Fertigungsverfahren macht die Bauteile leichter, kleiner und günstiger.

Ultraleichte Hochfrequenz-Wellenleiterkomponenten der nächsten Generation für die Luft- und Raumfahrt sowie die Verteidigungsindustrie: METALONN aus Darmstadt entwickelt und fertigt hochspezialisierte Bauteile, die beispielsweise in Satelliten und Drohnen genutzt werden. Dank eines fortschrittlichen Fertigungsverfahrens und einer schraubenlosen Montage werden Gewicht, Volumen, Kosten und Produktionsvorlaufzeit deutlich reduziert. Die Technologie von METALONN ermöglicht zudem komplexere Geometrien, die mit traditionellen Fertigungsmethoden nicht realisierbar sind. Als B2B-Technologieunternehmen beliefert das Start-up seine Kunden direkt und ermöglicht eine skalierbare Massenproduktion, die künftig an strategische Partner lizenziert werden kann.
Wie entstand METALONN?
Die beiden Gründer Arshad Mehmood und Emrah Fuat Talan waren schon zuvor mit Hochfrequenz-Antennensystemen vertraut: Arshad promovierte in diesem Bereich an der TU Darmstadt, während Emrah in einem weiteren Start-up in der südhessischen Wissenschaftsstadt arbeitete. „Vor allem bei der Satelliten-Kommunikation sind wir immer wieder auf dieselben Herausforderungen gestoßen: Jedes Gramm kostet dort viel Geld. Bestehende Lösungen erforderten erhebliche Kompromisse bei der Leistung oder den Kosten – es musste also eine grundlegend bessere Lösung her“, erzählt Arshad. Gemeinsam entwickelten sie schließlich ihr neues Verfahren. „Durch das ESA Business Incubation Centre haben wir mehr Einblick in Branchen erhalten, die für uns wichtig sind. Das war entscheidend, denn so konnten wir unsere Annahmen so früh wie möglich mit Kunden validieren“, sagt Arshad. Anderen Gründern rät er zu einem ähnlichen Vorgehen.
© METALONN UG
„Man verliert sich leicht in der Entwicklung großartiger Technologien, doch letztendlich bestimmt der Markt ihren Wert.“
Wie hat euch push! geholfen?
Das push!-Stipendium bot Arshad und Emrah die nötige finanzielle Stabilität, um sich voll und ganz auf den Abschluss der letzten Entwicklungsphase zu konzentrieren. „Als komplett eigenfinanziertes Start-up hatten wir METALONN hauptsächlich aus unseren Ersparnissen finanziert und diese fast aufgebraucht. Durch die Förderung konnten wir unseren Fertigungsprozess weiter optimieren und die notwendigen Tests durchführen, um die Eignung unserer Hardware für Weltraumanwendungen nachzuweisen“, erklärt Arshad. In der Folge starteten die beiden Gründer zwei wichtige Pilotprojekte mit Kunden – ein Meilenstein, um die Kommerzialisierung weiter zu beschleunigen. „Der Bewerbungsprozess für push! war unkompliziert und kompakt und damit ideal auf die begrenzten Ressourcen von Start-ups zugeschnitten. Das Programm ist auch ein schönes Beispiel, wie das Ökosystem in Hessen in den letzten Jahren wesentlich dynamischer geworden ist: Wir wurden zu zahlreichen Events eingeladen, wodurch wir wertvolle Kontakte zu Investoren, Industriepartnern und anderen Gründern knüpfen konnten – das hat uns wirklich vorangebracht.“