Individuelle LED-Schilder in Neon-Optik aus dem 3D-Drucker
Neondelight entwickelt ein automatisiertes Produktionsverfahren, um physische Produkte lokal und hochflexibel zu fertigen. Den Start machten LED-Schilder, doch die sollen nicht das einzige Produkt bleiben.

Individuelle LED-Schilder in stylisher Neon-Optik aus dem 3D-Drucker: Neondelight aus Wiesbaden setzt auf KI und eine automatisierte Produktion, um physische Produkte lokal und hochflexibel zu fertigen – perspektivisch auch in weiteren Branchen. Kunden können eigene Bilder oder Schriftzüge ganz einfach online hochladen, erhalten sofort eine Vorschau samt Preisangabe und bereits nach wenigen Tagen ihre Lieferung. Umsetzabr wird das alles, weil das Start-up verschiedene Bausteine innovativ zusammensetzt: Die enge Verzahnung der einzelnen Automatisierungen ermöglicht die schnelle und kostengünstige Herstellung von personalisierten Produkten auch in minimalen Stückzahlen. Das B2C-Konzept von Neondelight kann dank der Additiven Fertigung on demand künftig noch auf andere Bereiche ausgebaut werden, beispielsweise auf Ersatzteile oder Prothesen.
Wie entstand Neondelight?
Die beiden Gründer Niclas von Horsten und Robin Schulte-Uentrop verbindet eine lange Begeisterung für die vielfältigen Potenziale des 3D-Drucks. „Außerdem wollten wir eine Perspektive entwickeln, wie eine zukunftsfähige Produktion in Deutschland und der EU aussehen könnte. Statt Masse kommt es dabei auf hohe Flexibilität und Automatisierung an – was nur mithilfe neuer Technologien skalierbar ist“, erklärt Niclas. Während er VWL und Wirtschaftsinformatik studierte, hat Robin einen Software-Hintergrund. Aus diesen Grundlagen entwickelten sie zunächst ein kleines Side-Business, das mit der Gründung von Neondelight schließlich zu ihrer Geschäftsidee reifte.
© Neondelight GmbH
„Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen haben wir vor allem gelernt, dass man als Gründer hochkomplexe Technik in einfach nutzbare Produkte übersetzen muss. Kunden interessiert nicht der ganze Aufwand im Hintergrund, sondern vor allem ihr Nutzungserlebnis.“
Wie hat euch push! geholfen?
Mit push! konnten Niclas und Robin ihre Entwicklungs- und Aufbauphase abschließen. „Wir haben durch das Stipendium viel wertvolle Zeit erhalten, um uns auf unsere Prototypen zu fokussieren. Das Ergebnis war schließlich die erfolgreiche Marktreife“, freut sich Niclas. Aufbauend auf ihren LED-Schildern in Neon-Optik baut Neondelight inzwischen mit ebenfalls hochindividuell gestaltbaren Lampen ein zweites Produktfeld auf, bei dem auch eine Plattform für Designer geplant ist. Der Standort Wiesbaden ist für die beiden Gründer dabei ideal: Die Nähe zu Zulieferern und anderen Produktionsbetrieben, mit denen sie sich vernetzen können, liefert langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. „Das Start-up-Ökosystem in Hessen ist sehr zugänglich und die Wege sind kurz, gerade auch der Kontakt zum StartHub Hessen. Das macht den Austausch sehr viel einfacher und gibt uns immer wieder neue Perspektiven.“
