Schadenserkennung an Bauwerken mit Hilfe von KI und Satellitenaufnahmen
PreserviTec entwickelt eine Software, die kritische Infrastruktur und gewerbliche Bauten automatisiert analysiert. Schäden werden erkannt, klassifiziert und in einem 3D-Modell verortet.

Mithilfe von KI und Satellitenaufnahmen frühzeitig Schäden an Brücken, öffentlichen Bauwerken oder Industriegebäuden erkennen: PreserviTec aus Frankfurt vermarktet eine innovative Softwarelösung, die kritische Infrastruktur und gewerbliche Bauten automatisiert analysiert. Ausgehend von zahlreichen Drohnenbildern, die vor Ort aufgenommen werden, erstellt die Software ein 3D-Modell des jeweiligen Objekts und erkennt, klassifiziert und verortet darin Schäden über Georeferenzierung – detailliert und präzise. Ergänzend werden Radardaten aus Satellitenmessungen genutzt, um Baugrundbewegungen und Bodendeformationen rund um die Bauwerke zu erkennen. Das Start-up greift auf ein Netzwerk aus spezialisierten Drohnenpiloten zurück, zudem können Kunden eigene Bilder nutzen – in allen Fällen erhalten sie eine präventive, nachhaltige und kosteneffiziente Analyse ihres Gebäudebestands.
Wie entstand PreserviTec?
Gründerin Claudia Rougoor entwickelte PreserviTec aus einem ebenfalls von ihr geführten Vorgängerunternehmen. „Da ging es auch schon um die Bewertung des Bauzustands und den Einsatz von Drohnen, aber die Vielzahl an Daten war immer ein Problem: Bei einem mittelgroßen Gebäude kommen schnell mehrere tausend Bilder zusammen, das ist manuell kaum zu bewältigen. Also habe ich nach einer automatisierten Lösung gesucht“, erklärt Claudia. Als Bauingenieurin und Sachverständige für Immobilienbewertungen bringt sie das fachliche Know-how mit, während sie für alle anderen Bereiche auf ein gutes Netzwerk baut.
© PreserviTec GmbH
„Das ist eine ganz wichtige Lektion für mich gewesen: Als Gründerin sollte man sich ohne zu zögern passende Unterstützung suchen, immer wieder die Komfortzone verlassen und frühzeitig Sichtbarkeit aufbauen.“
Wie hat euch push! geholfen?
Nachdem PreserviTec zunächst durch das ESA Business Incubation Centre gefördert wurde, kam das Start-up durch push! in mehreren Bereichen entscheidend voran: Neben der Finanzierung von Drohnenpiloten für Testobjekte konnte Claudia das Kunden-Dashboard weiterentwickeln und den Onlineauftritt optimieren. „Diese Flexibilität bei der Verwendung der Förderung war eine enorme Hilfe“, betont die Gründerin. In der Folge gelang ihr der Marktstart, der wiederum die erste Aufstockung ihres Teams ermöglichte: Drei Mitarbeiter entwickeln das Produkt seitdem weiter. Parallel laufen Gespräche mit ersten Investoren – „bei denen uns das push!-Logo einige Türen öffnet“, wie Claudia verrät. Mitte 2026 zog PreserviTec außerdem vom Gründungsort Liederbach am Taunus ins House of Logistics & Mobility (HOLM) in Frankfurt. „Hier haben wir nicht nur ein tolles Arbeitsumfeld gefunden, sondern sind direkt am Flughafen auch optimal an den Fernbahnhof und das Autobahnnetz angebunden – das ist für unsere Projektarbeit in ganz Deutschland ein entscheidender Standortvorteil“, sagt Claudia. „Und dank der engen Vernetzung mit anderen innovativen Akteuren aus dem Mobilitäts- und Infrastrukturbereich können wir neue Impulse aufnehmen und unser Wachstum fortsetzen.“