Edutainmentkonzepte für immersive, VR-gestützte Kunstausstellungen
Videoreality verknüpft Kunst mit KI und weiterer innovativer Technik, um sie auf spektakuläre Weise neu erlebbar zu machen.

Mit Leonardo da Vincis weltberühmter Mona Lisa ein persönliches Gespräch führen oder mit einer VR-Brille in Hieronymus Boschs Meisterwerk „Der Garten der Lüste“ eintauchen: Das Frankfurter Start-up videoreality verknüpft Kunst mit KI und weiterer innovativer Technik, um sie auf spektakuläre Weise neu erlebbar zu machen. Gestartet als kleine Agentur für Medienproduktion mit einem Schwerpunkt auf Auftragsarbeiten für Museen und den Kulturbereich, hat sich das Team inzwischen ein zusätzliches Businessmodell erarbeitet: In einem Showroom am Frankfurter Flughafen testet videoreality eigene Edutainmentkonzepte und entwickelt den Markt zwischen VR-Angeboten und immersiven Ausstellungen kreativ weiter.
Wie entstand Videoreality?
Die Gründer Julian Hölgert und Michael Gödde lernten sich an der Hochschule Darmstadt kennen. Beide arbeiteten neben ihrem Studium bereits als Videoproduzenten. „Wir waren also schon damals selbstständige Unternehmer, weshalb wir schnell wussten, dass wir mit unseren vielen Ideen gemeinsam ein Start-up gründen wollten“, erzählt Michael. Das Thema Virtual Reality fanden beide spannend, außerdem wollten sie in ihrer Arbeit einen kulturellen Bezug haben. „Von Anfang an haben wir sowohl die Konzeption als auch die Umsetzung selbst gestemmt, während wir bei der Technik bis heute auf bestehende Systeme zurückgreifen. Diese Aufteilung hat es uns ermöglicht, ein eigenes Businessmodell in einer spannenden Nische aufzuziehen“, sagt Michael. Wichtig war dabei der Aufbau eines starken Teams, das die beiden Gründer auf allen Ebenen mit viel Leidenschaft unterstützt.
© Videoreality GmbH
„Das war für uns ein entscheidendes Learning: Nur gemeinsam kann man ein derart komplexes und künstlerisch ausgerichtetes Projekt langfristig erfolgreich umsetzen.“
Wie hat euch push! geholfen?
Den Schritt in die inhaltliche Unabhängigkeit ermöglichten schließlich hessische Förderprogramme. Durch Unterstützung des Hessischen Digitalministeriums konnten die beiden Gründer mit „Talking Pictures“ eine Marke rund um ihre KI-gesteuerten lebendigen Gemälde aufbauen. Dank push! kam es wiederum zur Umsetzung des Businesskonzepts „TimeLeapVR Artworld“: Dadurch wurde die Ausstellung „Mona Lisas Geheimnis“ samt Aufbau des Showrooms am Flughafen realisierbar, zudem konnte das Marketing wachsen. „Wir haben unser Unternehmen profitabel und ohne Venture Capital aufgebaut – jetzt öffnen wir uns für Growth Financing, um unser Wachstum deutlich zu beschleunigen“, sagt Michael. „Das StartHub Hessen hat uns enorm dabei unterstützt, Kontakte und Netzwerke aufzubauen und die kommunale Wirtschaftsförderung miteinzubinden. Das ist eine tolle Hilfe, die gezielt auf die Bedürfnisse von Start-ups eingeht.“