StartHub Hessen
16.09.2026

BMH investiert in Kasseler Start-up retoflow

Das in Kassel ansässige DeepTech- und Software-Start-up retoflow sichert sich eine Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe. Was das Team mit den zusätzlichen Mitteln plant.

Drei Männer in weißen T-Shirts mit kleinem schwarzem Logo stehen nebeneinander in einem hellen Innenraum und lächeln in die Kamera © retoflow
Logo der Firma BMH mit dem Schriftzug 'Equity for your business.'
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Das Kasseler DeepTech- und Software-Start-up retoflow hat sich eine Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe gesichert. Als Investor steigt die Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen (BMH) ein, die nach eigenen Angaben Mittel über die HessenFonds Beteiligungen GmbH investiert.

retoflow ermöglicht Stadtwerken und Netzbetreibern die digitale Netzplanung

Entstanden ist retoflow 2021 als Ausgründung des Fraunhofer IEE und der Universität Kassel. Das Start-up um seine Gründer Dr. Leon Thurner, Jannis Kupka und Simon Draus-Mauel hat sich auf Softwarelösungen für Stadtwerke und Betreiber von Versorgungsnetzen spezialisiert. Diesen stellt retoflow Informationen zur digitalen Netzplanung von Strom- und Rohrnetzen zur Verfügung und schafft so eine gemeinsame Datengrundlage für die zukünftige Netzplanung.

Dekarbonisierung des Energiesystems führt zu großen Veränderungen in der Infrastruktur

Der Bedarf an den Lösungen von retoflow ist groß, betont die BMH in einer Mitteilung zur Finanzierungsrunde. Schließlich führe die Dekarbonisierung des Energiesystems zu grundlegenden Veränderungen in der Energieinfrastruktur: "Stromnetze müssen erheblich ausgebaut werden, Wärmenetze werden neu geplant und erweitert, und Gasnetze werden perspektivisch zurückgebaut oder stillgelegt." Um solche parallelen Entwicklungen sektorübergreifend zu planen, stellt retoflow mit seiner Software die notwendige Datengrundlage bereit. Diese hilft Kunden dabei, unterschiedliche Zukunftsszenarien durchzuspielen, kritische Netzbereiche frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen für Verstärkung und Ausbau abzuleiten.

Zusätzliche Mittel fließen in Skalierung und Ausbau der Software

Mit den zusätzlichen Mitteln aus der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde plant das Kasseler Start-up, seinen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Software technologisch und vertrieblich weiter zu skalieren. Während bislang Stromnetze den Schwerpunkt des retoflow-Produkts bildeten, soll die der Software zugrunde liegende Modellierungs- und Simulationslogik zunehmend auch bei Gas-, Wasser- und Wärmenetzen zum Einsatz kommen und so perspektivisch um weitere Anwendungsfälle erweitert werden.

"Unsere Kunden brauchen eine belastbare Datengrundlage"

"Netzplanung darf angesichts der Geschwindigkeit der Energiewende kein statischer Prozess mehr sein", betont Dr. Leon Thurner, Mitgründer und Geschäftsführer von retoflow. "Unsere Kunden brauchen eine belastbare Datengrundlage, mit der sie unterschiedliche Szenarien schnell bewerten und ihre Infrastruktur vorausschauend entwickeln können. Mit der Finanzierung können wir unseren bisherigen Wachstumskurs fortsetzen und unsere Technologie für weitere Kundengruppen verfügbar machen." Christoph Wolf, Investment Manager bei der BMH, betont ebenfalls das Potenzial der retoflow-Software: "Die Verteilnetze sind das operative Rückgrat der Energiewende. Damit steigt der Bedarf an Werkzeugen, die Netzbetreibern helfen, komplexe Ausbauentscheidungen schneller und fundierter zu treffen. retoflow bietet dafür eine technologisch starke und praxisnahe Lösung, die sich bereits erfolgreich im Markt etabliert hat. Wir freuen uns, retoflow in der nächsten Wachstumsphase zu begleiten."

Weitere Informationen zu retoflow gibt es auf der Webseite des Start-ups.

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