Eco:nnect wird zum Treffpunkt für das hessische Start-up-Ökosystem
Rund 100 Teilnehmer aus der Start-up-Szene des Landes kamen bei der fünften eco:nnect in Frankfurt zusammen. Veranstaltet wurde das Arbeitstreffen in Zusammenarbeit mit der neuen Start-up Factory Futury.
© Melina Johannsen
Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter des hessischen Start-up-Ökosystems trafen sich gestern im Futury Startup Space in Frankfurt zum Arbeitstreffen im Rahmen der eco:nnect. Die von StartHub Hessen der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) organisierte Veranstaltung bot Thementische und zentrale Keynotes von Staatssekretär Umut Sönmez aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie von Holger Follmann, dem Startup-Beauftragten des Landes Hessen.
Starkes Netzwerk von hoher Bedeutung für die hessische Start-up-Szene
In seiner Keynote hob Staatssekretär Umut Sönmez die Bedeutung eines starken Netzwerks für die hessische Start-up-Szene hervor: „Gründung lebt von Begegnung. Wenn Ideen auf Erfahrung, Kreativität auf Kapital und Mut auf Unterstützung treffen, entstehen Chancen für alle. Start-ups schaffen Innovation, gute Arbeit und übernehmen Verantwortung. Mit diesem Spirit müssen wir gemeinsam Hessen zu einem Treiber für eine solidarische und zukunftsfähige Gründungskultur machen. Futurys Erfolg, aber auch das tolle Abschneiden von StartMiUp beim Leuchtturmwettbewerb des Bundes, sind einer von vielen Belegen dafür, dass wir hierfür die Grundlagen in Hessen haben.“
Ziel ist ein bundesweit sichtbares Innovationsökosystem
Holger Follmann, Start-up-Beauftragter des Landes Hessen, knüpfte daran an und stellte die Zusammenarbeit der hessischen Start-up-Szene unter das Motto „Hand in Hand @ Startupland“: „Jetzt gilt es, die Vielzahl der bestehenden Initiativen enger zu verzahnen und Kräfte zu bündeln. Parallel dazu müssen wir ein Venture-Ökosystem mit konkreten Fondsstrukturen aufbauen, um Gründungen langfristig unabhängig von öffentlicher Förderung tragfähig zu machen. Unser gemeinsames Ziel ist klar: ein bundesweit sichtbares Innovationsökosystem, das als Modell für zukunftsorientierte Zusammenarbeit und industriegetriebene Start-up-Förderung dient. Nur so können wir den Wirtschaftsstandort auch bei knappen Ressourcen gezielt und nachhaltig stärken.“
Wie kann Hessen als Start-up-Standort weiter gestärkt werden?
Anschließend debattierten im Rahmen einer Paneldiskussion Sönmez und Follmann gemeinsam mit Philipp Hannemann, Gründer des Start-ups Quantagonia, und Prof. Dr. Vivian Procher, Geschäftsführerin des Marburger Instituts für Innovations- und Gründungsförderung (MAFEX), über Möglichkeiten, Hessen als Start-up-Standort weiter zu stärken.
Die eco:nnect bot den Teilnehmenden – darunter Vertreter von Gründerzentren, Hochschulen, Futury und Futury Capital sowie Start-ups und kommunalen Wirtschaftsförderungen – einen offenen Raum für Austausch und konkrete Zusammenarbeit.
Diskussionen an vier Thementischen
Thementische behandelten unter anderem die Fragen, wie Gründungsförderung stärker an den Bedarfen von Industrie und Gesellschaft ausgerichtet und wie Schnittstellen zwischen Forschung, Wirtschaft und Start-ups enger geknüpft werden. Weitere Thementische befassten sich mit Finanzierungsmöglichkeiten besonders für neu gegründete, frühphasige Start-ups sowie die Wachstumsperspektiven für Start-ups im Bereich Soziales und Nachhaltigkeit. Auch der Umgang mit geistigem Eigentum – ein zentrales Thema gerade für wissensbasierte Start-ups aus dem Hochschulumfeld – wurde intensiv diskutiert.
Dr. Detlef Terzenbach, Leiter des StartHub Hessen, unterstrich: „Die eco:nnect steht für ‚connecting the ecosystem‘, die gemeinsame und konzentrierte Zusammenarbeit des hessischen Start-up-Ökosystems zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für innovative und marktorientierte Gründungen.“
Und Futury-Geschäftsführer Charlie Müller betonte die Rolle des frisch eröffneten Futury Startup Space: „Wir freuen uns, dass die eco:nnect bei uns stattfindet. Es zeigt, wie wichtig Orte sind, an denen das Ökosystem zusammenkommt, voneinander lernt und gemeinsam Zukunft gestaltet.“
Co-Geschäftsführerin Melissa Ott hob die Bedeutung der Veranstaltung für die Weiterentwicklung des hessischen Startup-Standorts hervor: „Heute erleben wir, wie kraftvoll es ist, wenn unterschiedliche Akteure an einem Tisch zusammenkommen. Unser Ziel bei Futury ist genau das, Brücken zu bauen – zwischen Startups, Industrie, Politik und Wissenschaft. Die eco:nnect ist ein starkes Signal, dass wir gemeinsam die Zukunft des Innovationsstandortes gestalten wollen.“
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