Frisches Kapital für Tech-Start-up aus Wiesbaden
Das Start-up Hyting entwickelt neue, umweltfreundliche Heizsysteme auf Basis von Wasserstoff. Die BMH und private Investoren stellen nun Geld für eine Seed-Finanzierungsrunde zur Verfügung.
© Pexels/Carlos Pernalete Tua
Das Wiesbadener Start-up Hyting erhält von der Beteiligungsmanagementgesellschaft Hessen (BMH) sowie weiteren privaten Investoren Geld im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde. Das 2021 gegründete Start-up entwickelt Heizungen, die mit Wasserstoff betrieben werden und somit im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas kein CO2 und andere Treibhausgase freisetzen. Durch die spezielle Technologie von Hyting wird der Wasserstoff im Heizsystem nicht verbrannt, sondern stattdessen in einem speziellen Reaktionsprozess ein Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft in Wärme umgewandelt. Als einziges Nebenprodukt entsteht dabei Wasser.
Hyting will mit frischem Geld leistungsfähigere Heizsysteme entwickeln
Mit dem frischen Kapital will das Hyting-Team aus seiner Technologie weitere Heizsysteme entwickeln. Aktuell befindet sich im Produktportfolio des Start-ups ein Heizaggregat mit eine Leistung von 10 kW. Dieses soll um weitere Produktvarianten in höheren Leistungsklassen ergänzt werden - um so neue Kundenkreise zu erschließen.
Das Ziel: Auch große Gebäude sollen schadstofffrei beheizt werden können
Zur konkreten Höhe der Finanzierungsrunde äußern sich die Partner nicht. Klar ist allerdings, welche Investoren mit der Seed-Runde nun bei Hyting an Bord sind. Neben der BMH ist das die ebm-papst-Gruppe, ein führender Hersteller von Ventilatoren und Systemen für die Heiztechnik, mit dem Hyting zuletzt bereits einen Entwicklungs- und Kooperationsvertrag unterzeichnet hatte. Gemeinsames Ziel sei, einen Wärmegenerator für Heiz- und Luftheizanlagen in Gebäuden für verschiedene Leistungsklassen von 10 kW bis 300 kW zu entwickeln, erklären beide Unternehmen in einer Mitteilung. So sollen auch große Gebäude schadstofffrei beheizt werden können.
"Wasserstoff ist einer der wesentlichen Energieträger der Zukunft"
Auch die BMH zeigt sich vom neuen Investment überzeugt: "Wasserstoff ist einer der wesentlichen Energieträger der Zukunft. Technische Entwicklungen, die seine Nutzbarmachung ermöglichen, zählen zu den Schlüsseltechnologien im Kampf gegen den Klimawandel. Das von HYTING entwickelte Verfahren ermöglicht eine sichere, effiziente und saubere Lufterwärmung und ist damit von großer Bedeutung für die Erreichung des Ziels von Netto-Null-Emissionen bis 2050", erklärt Jürgen ten Elsen, Senior Investment Manager bei der BMH. Tim Hannig, Gründer und Geschäftsführer von Hyting, betont: "Wir freuen uns, mit der BMH einen erfahrenen Investor an unserer Seite zu haben, mit dem wir – zusammen mit den bestehenden Investoren – die nächsten Schritte in Richtung Unternehmenswachstum gehen werden."
Die vollständige Pressemitteilung zur Seed-Finanzierungsrunde kann hier abgerufen werden. Weitere Informationen zu Hyting gibt es auf der Webseite des Start-ups.
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